Lamellendach & Pergola: Kosten, Ablauf & Fachbetriebe
Eine Pergola ist ein offenes Gerüst, das Schatten spendet, aber keinen Regen abhält. Ein Lamellendach hat drehbare Lamellen aus Aluminium, die Sie öffnen oder regendicht schließen können.
Die klassische Pergola besteht aus Pfosten und Querbalken. Schatten kommt von Kletterpflanzen, einem Sonnensegel oder einer Markise zwischen den Balken. Bei Regen bleibt es darunter nass. Dafür wirkt der Platz luftig und gehört optisch zum Garten.
Das Lamellendach, im Handel oft Lamellen-Pergola genannt, liegt zwischen Pergola und Terrassendach. Offen lassen die Lamellen Licht und Luft durch, schräg gestellt spenden sie Schatten, geschlossen halten sie Regen ab. Das Wasser läuft über eine Rinne im Rahmen ab. Meist bewegt ein Motor die Lamellen, Sensoren können sie bei Regen automatisch schließen.
Für beide Bauarten gibt es keine belastbaren Durchschnittspreise. Bei der Pergola hängt der Preis vor allem an Material, Größe und Ausführung. Beim Lamellendach kommen Antrieb, Steuerung, Sensoren, Beleuchtung und seitliche Elemente hinzu. Eine einfache offene Pergola ist meist die günstigere Lösung, weil Eindeckung, Rinne und Entwässerung entfallen und kein Schnee auf einem geschlossenen Dach getragen werden muss. Vergleichen Sie deshalb Angebote mit gleicher Größe und Ausstattung.
So läuft lamellendach & pergola typischerweise ab
- Ziel klären: Brauchen Sie nur Schatten oder auch Schutz vor Regen? Danach entscheidet sich, ob eine Pergola reicht oder ein Lamellendach sinnvoll ist.
- Vor-Ort-Termin mit Aufmaß, Prüfung des Untergrunds und Planung, wohin das Regenwasser abläuft.
- Beim Lamellendach: Statik für Schnee- und Windlast und Klärung, ob eine Genehmigung nötig ist.
- Fundamente für die Pfosten herstellen und bei Bedarf Stromleitung für Motor und Beleuchtung legen.
- Montage von Pfosten, Rahmen und Lamellen beziehungsweise Querbalken.
- Anschluss von Motor und Steuerung durch einen Elektrofachbetrieb, Test aller Funktionen und Abnahme.
Welches Material passt?
Ein Lamellendach ist mehr Dach als Pergola. Es braucht Fundamente, eine Statik und eine funktionierende Entwässerung, dazu einen fachgerechten Stromanschluss für den Motor. Arbeiten an der Elektrik darf nur ein eingetragener Elektrobetrieb ausführen. Ein Fachbetrieb klärt außerdem, wie viel Schnee die Lamellen tragen dürfen und in welcher Stellung sie im Winter stehen sollen.
Was ist der Unterschied zwischen Pergola und Lamellendach?
Die Pergola ist offen und schützt nicht vor Regen. Das Lamellendach hat drehbare Lamellen, die Sie öffnen, schräg stellen oder regendicht schließen können.
Brauche ich eine Baugenehmigung?
Das regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslands. Ein Lamellendach lässt sich schließen und sollte deshalb wie eine Terrassenüberdachung geplant werden. Bei einer offenen Pergola schafft eine kurze Anfrage beim Bauamt Klarheit. Abstandsflächen und Bebauungsplan gelten in jedem Fall. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Baugenehmigung.
Was kostet ein Lamellendach?
Eine seriöse Pauschalzahl gibt es nicht. Der Preis hängt von Fläche, Antrieb, Sensoren, Beleuchtung, seitlichen Elementen und dem Aufwand für Fundament und Strom ab. Holen Sie mehrere Angebote mit gleicher Ausstattung ein.
Hält ein Lamellendach Schnee aus?
Das hängt vom System ab. Wie viel Schnee die Lamellen tragen und ob sie im Winter offen oder geschlossen stehen sollen, legt der Hersteller fest. Fragen Sie das vor dem Kauf gezielt nach.
Kann ich ein Lamellendach auf meine Glasüberdachung setzen?
Nein. Das Lamellendach ersetzt die feste Eindeckung und ist eine eigene Dachbauart. Für eine bestehende Glasüberdachung sind Markisen über oder unter dem Dach die passende Lösung.
Kann ich eine Pergola selbst bauen?
Eine einfache offene Holzpergola ist ein machbares Projekt für geübte Heimwerker, weil kein dichtes Dach entsteht. Ein Lamellendach mit Motor, Entwässerung und Statik gehört dagegen in die Hände eines Fachbetriebs.
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