Wintergarten-Lexikon: Fachbegriffe von A bis Z einfach erklärt
Dieses Wintergarten-Lexikon erklärt rund 90 Begriffe, die in Angeboten, Bauunterlagen und Beratungsgesprächen vorkommen, jeweils in ein bis drei Sätzen. Die wichtigsten Grundbegriffe sind Kaltwintergarten (unbeheizt) und Wohnwintergarten (beheizt, gedämmt), VSG für das Dach und ESG für die Wände sowie der Ug-Wert, der angibt, wie gut ein Glas dämmt. Zu vielen Begriffen führt ein Link zum passenden Ratgeber.
- Ein Kaltwintergarten ist unbeheizt und ungedämmt, ein Wohnwintergarten ist beheizt, gedämmt und wird ganzjährig wie ein Zimmer genutzt.
- Im Dach eines Wintergartens wird Verbundsicherheitsglas (VSG) eingesetzt, in Wänden und Türen häufig Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG).
- Der Ug-Wert beschreibt den Wärmeverlust durch das Glas, der Uw-Wert den Wärmeverlust des ganzen Fensters mit Rahmen; je niedriger, desto besser.
- Die Schneelastzone und die Windzone des Standorts bestimmen, welche Lasten die Statik eines Wintergartens ansetzen muss.
- Ob ein Wintergarten verfahrensfrei ist oder einen Bauantrag braucht, regelt die Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes.
In Angeboten, Bauzeichnungen und Gesprächen mit dem Fachbetrieb fallen viele Fachbegriffe. Dieses Lexikon erklärt 91 davon kurz und verständlich, von A wie Anlehnwintergarten bis Z wie ZIP-Screen. Wo es einen vertiefenden Ratgeber gibt, führt ein Link dorthin.
Die wichtigsten Begriffe auf einen Blick
| Begriff | Kurz gesagt |
|---|---|
| Kaltwintergarten | unbeheizt, ungedämmt, Wetterschutz |
| Wohnwintergarten | beheizt, gedämmt, ganzjähriger Wohnraum |
| VSG | Verbundsicherheitsglas, gehört ins Dach |
| ESG | Einscheiben-Sicherheitsglas, für Wände und Türen |
| Ug-Wert | Wärmeverlust durch das Glas, niedriger ist besser |
| Schneelastzone | bestimmt die Schneelast in der Statik |
| Verfahrensfrei | ohne Baugenehmigung zulässig, je Land verschieden |
A
Abnahme
Die Abnahme ist die förmliche Erklärung, dass der fertige Wintergarten im Wesentlichen vertragsgemäß ist. Sie wird meist gemeinsam mit dem Betrieb vor Ort mit Protokoll durchgeführt. Mit ihr beginnt die gesetzliche Verjährungsfrist für Mängel am Bauwerk von fünf Jahren nach § 634a BGB.
Mehr dazu: Ablauf und Bauzeit
Abstandsfläche
Die Abstandsfläche ist der Bereich vor einer Außenwand, der von Bebauung frei bleiben muss. Ihre Tiefe richtet sich nach der Landesbauordnung und meist nach der Wandhöhe. Sie bestimmt, wie nah ein Wintergarten an die Grundstücksgrenze rücken darf.
Mehr dazu: Wintergarten-Grenzabstand
Anlehnwintergarten
Ein Anlehnwintergarten ist ein Wintergarten, der an ein bestehendes Gebäude angebaut wird und sich mit einer Seite an dessen Wand lehnt. Er ist die häufigste Bauform und hat meist ein Pultdach.
Mehr dazu: Wintergarten-Anbau
Attika
Eine Attika ist eine umlaufende Blende am Dachrand. Beim Wintergarten mit Flachdach-Optik verdeckt sie das leichte Gefälle des Glasdachs und die Rinne, sodass der Baukörper von außen wie ein Kubus wirkt.
Mehr dazu: Wintergarten-Dachformen
Aufdachmarkise
Eine Aufdachmarkise ist eine Markise, die außen über dem Glasdach in Führungsschienen läuft. Sie hält die Sonnenwärme ab, bevor sie durch das Glas kommt, und ist deshalb der wirksamste Hitzeschutz für das Dach. Sie braucht einen Windwächter.
Mehr dazu: Wintergarten-Markise
Aufenthaltsraum
Ein Aufenthaltsraum ist im Baurecht ein Raum, der zum längeren Aufenthalt von Menschen bestimmt ist, etwa ein Wohnzimmer. Ein dauerhaft beheizter Wohnwintergarten gilt in der Regel als Aufenthaltsraum, für den strengere Anforderungen gelten als für einen unbeheizten Vorbau.
Mehr dazu: Wintergarten und Wohnfläche
Aufmaß
Das Aufmaß ist das genaue Ausmessen von Terrasse, Hauswand und Anschlusspunkten durch den Fachbetrieb vor Ort. Es ist die Grundlage für Planung, Fertigung und einen verbindlichen Preis.
Mehr dazu: Wintergarten planen
B
Balkonverglasung
Eine Balkonverglasung ist eine Verglasung der Brüstung und der offenen Seiten eines Balkons, meist mit Schiebe- oder Faltelementen. Sie schützt vor Wind und Regen, macht den Balkon aber nicht zu einem beheizten Wohnraum.
Mehr dazu: Balkonverglasung
Bauantrag
Der Bauantrag ist der Antrag auf Baugenehmigung beim zuständigen Bauamt. Er umfasst unter anderem Lageplan, Bauzeichnungen, Baubeschreibung und Statik und muss in der Regel von einer bauvorlageberechtigten Person unterschrieben werden.
Mehr dazu: Wintergarten-Baugenehmigung
Bausatz
Ein Wintergarten-Bausatz ist ein vorgefertigtes Paket aus Profilen, Glas und Zubehör, das der Bauherr selbst oder mit Helfern aufbaut. Er ist günstiger als die Montage durch einen Betrieb, verlagert aber Aufbau, Abdichtung und Haftung auf den Bauherrn.
Mehr dazu: Wintergarten selber bauen
Bauvoranfrage
Eine Bauvoranfrage ist eine schriftliche Anfrage an das Bauamt, mit der einzelne Fragen zu einem Vorhaben vorab verbindlich geklärt werden. Sie lohnt sich, wenn unklar ist, ob ein Wintergarten genehmigungsfähig oder verfahrensfrei ist.
Mehr dazu: Wintergarten-Baugenehmigung
Bebauungsplan
Der Bebauungsplan ist eine Satzung der Gemeinde, die festlegt, was auf einem Grundstück wie gebaut werden darf. Er kann zum Beispiel Baugrenzen, Dachform oder Dachneigung vorgeben und gilt auch für verfahrensfreie Wintergärten.
Mehr dazu: Wintergarten-Baugenehmigung
Beschattung
Beschattung ist der Sammelbegriff für alle Lösungen, die Sonnenlicht und Wärme vom Wintergarten fernhalten, etwa Markisen, Plissees, Raffstores oder Sonnenschutzglas. Eine Beschattung außen wirkt gegen Hitze stärker als eine Beschattung innen.
Mehr dazu: Wintergarten-Beschattung
Bodenplatte
Eine Bodenplatte ist ein flächiges Fundament aus Stahlbeton unter der ganzen Grundfläche. Beim beheizten Wohnwintergarten wird sie meist mit einer Dämmung kombiniert, damit über den Boden wenig Wärme verloren geht.
Mehr dazu: Wintergarten-Fundament
Brutto-Rauminhalt
Der Brutto-Rauminhalt ist das umbaute Volumen eines Gebäudes in Kubikmetern, gemessen an den Außenmaßen. Einige Bundesländer wie Baden-Württemberg knüpfen die Verfahrensfreiheit eines Wintergartens an den Rauminhalt statt an die Grundfläche.
Mehr dazu: Regeln in Baden-Württemberg
D
Dachneigung
Die Dachneigung ist der Winkel, in dem das Dach gegenüber der Waagerechten geneigt ist. Bei Wintergartendächern sind je nach Bauform etwa 5 bis 15 Grad üblich; verbindlich ist die Mindestneigung, die der Hersteller für sein System angibt.
Mehr dazu: Dachneigung und Entwässerung
Dachrinne
Die Dachrinne sammelt das Regenwasser am tiefen Ende des Dachs und leitet es zum Fallrohr. Bei vielen Wintergartensystemen ist sie in das Frontprofil integriert und Teil der tragenden Konstruktion.
Mehr dazu: Dachneigung und Entwässerung
Dichtung
Dichtungen aus Gummi oder Kunststoff schließen die Fugen zwischen Glas und Profil sowie an Türen und Fenstern. Sie altern mit der Zeit und sind eine häufige Ursache, wenn ein Wintergarten undicht wird.
Mehr dazu: Wintergarten undicht
Dunkelstrahler
Ein Dunkelstrahler ist ein elektrischer Infrarot-Heizstrahler, der beim Betrieb kaum sichtbar glüht. Er wärmt Personen und Flächen direkt und blendet weniger als ein Hellstrahler.
Mehr dazu: Sommergarten heizen
E
Eckwintergarten
Ein Eckwintergarten wird an eine Hausecke oder in einen Gebäudewinkel gebaut und grenzt an zwei Wände oder läuft um die Ecke herum. Bei solchen Formen entstehen Kehlen, deren Entwässerung sorgfältig geplant werden muss.
Mehr dazu: Wintergarten-Dachformen
ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas)
ESG ist thermisch vorgespanntes Glas, das stoßfester ist als normales Glas und bei Bruch in kleine, stumpfkantige Krümel zerfällt. Es wird häufig in Seitenwänden, Türen und Schiebeelementen eingesetzt, allein aber nicht im Dach.
Mehr dazu: Wintergarten-Glas
F
Faltwand
Eine Faltwand, auch Glasfaltwand genannt, besteht aus Glaselementen, die sich wie eine Ziehharmonika zu einem Paket zusammenfalten. Sie gibt fast die ganze Front frei, ist mechanisch aber aufwendiger als eine Schiebewand.
Mehr dazu: Glasschiebewände und Faltwände
Fallrohr
Das Fallrohr führt das Wasser aus der Dachrinne nach unten zur Entwässerung oder Versickerung. Bei Wintergärten wird es häufig unsichtbar in einer Stütze geführt.
Mehr dazu: Dachneigung und Entwässerung
First
Der First ist die oberste, waagerechte Kante eines Dachs, an der zwei Dachflächen zusammentreffen. Beim Satteldach-Wintergarten liegt hier oft die Lüftung, weil die warme Luft am höchsten Punkt abzieht.
Mehr dazu: Wintergarten-Dachformen
Flachdach-Optik
Flachdach-Optik bezeichnet einen Wintergarten, dessen Dach von außen waagerecht wirkt, obwohl es ein leichtes Gefälle hat. Das Gefälle und die Rinne verschwinden hinter einer umlaufenden Blende.
Mehr dazu: Wintergarten-Dachformen
Formbeiwert
Der Formbeiwert ist ein Faktor in der Schneelastberechnung, mit dem Dachform und Dachneigung berücksichtigt werden. Er beschreibt, wie viel der Bodenschneelast auf dem Dach angesetzt werden muss.
Mehr dazu: Schneelast und Windlast
Frostwächter
Ein Frostwächter ist ein kleines Heizgerät mit Thermostat, das einen Raum knapp über dem Gefrierpunkt hält. Im Kaltwintergarten schützt er überwinternde Pflanzen vor Frost.
Mehr dazu: Wintergarten-Heizung
Führungsschiene
Eine Führungsschiene ist ein seitliches Profil, in dem der Stoff einer Markise läuft. Sie hält das Tuch gespannt und verhindert, dass es bei leichtem Wind flattert.
Mehr dazu: Senkrechtmarkise und ZIP-Screen
Fundament
Das Fundament leitet das Gewicht des Wintergartens frostsicher in den Baugrund. Je nach Untergrund und Bauweise wird eine Bodenplatte, ein Streifenfundament oder ein Punktfundament verwendet.
Mehr dazu: Wintergarten-Fundament
Fußbodenheizung
Eine Fußbodenheizung ist eine Flächenheizung mit Rohren oder Heizmatten im Bodenaufbau. Im Wohnwintergarten sorgt sie für warme Füße und gleichmäßige Wärme, muss aber vor dem Bodenaufbau geplant werden.
Mehr dazu: Wintergarten-Heizung
G
g-Wert
Der g-Wert, auch Gesamtenergiedurchlassgrad, gibt an, welcher Anteil der Sonnenenergie durch ein Glas in den Raum gelangt. Ein niedriger g-Wert hilft gegen Überhitzung, ersetzt aber keine Beschattung.
Mehr dazu: Glasaufbau im Dach
Gebäudeenergiegesetz (GEG)
Das Gebäudeenergiegesetz regelt die energetischen Anforderungen an Gebäude in Deutschland und wird inzwischen als Gebäudemodernisierungsgesetz fortgeführt. Für einen beheizten Wintergarten gelten Höchstwerte für den Wärmedurchgang von Glas und Bauteilen, für unbeheizte Wintergärten nicht.
Mehr dazu: Wärmeschutz beim Wintergarten
Gewährleistung
Gewährleistung ist die gesetzliche Pflicht des Betriebs, für Mängel an seiner Leistung einzustehen. Bei einem Wintergarten als Bauwerk verjähren Mängelansprüche nach § 634a BGB in fünf Jahren ab der Abnahme.
Mehr dazu: Wartung und Lebensdauer
Glashaus
Ein Glashaus ist ein frei im Garten stehender, verglaster Raum ohne Anschluss an das Wohnhaus. Es braucht ein Fundament rundum und eine eigene Strom- und Wasserversorgung.
Mehr dazu: Wintergarten freistehend
Glasschiebewand
Eine Glasschiebewand besteht aus mehreren Scheiben aus Einscheiben-Sicherheitsglas, die in Laufschienen hintereinander gleiten. Sie schließt eine überdachte Terrasse gegen Wind und Regen und lässt sich weit öffnen, ist aber nicht luftdicht.
Mehr dazu: Glasschiebewand
Grenzabstand
Der Grenzabstand ist der Mindestabstand eines Bauwerks zur Grundstücksgrenze. In den meisten Bundesländern beträgt er für Wintergärten mindestens 3 Meter, sofern keine Sonderregel greift.
Mehr dazu: Wintergarten-Grenzabstand
H
Hebeschiebetür
Eine Hebeschiebetür ist eine große Schiebetür, deren Flügel zum Öffnen angehoben und dann seitlich geschoben wird. Sie ist thermisch getrennt, hat Isolierglas und umlaufende Dichtungen und gehört in den beheizten Wohnwintergarten.
Mehr dazu: Wintergarten-Schiebetüren
Heizstrahler
Ein Heizstrahler gibt Wärme als Infrarotstrahlung ab und wärmt Personen und Flächen direkt, ohne zuerst die Luft zu heizen. Im Sommergarten ist ein elektrischer Strahler die übliche Lösung für kühle Abende.
Mehr dazu: Sommergarten heizen
I
Infrarotheizung
Eine Infrarotheizung ist eine elektrische Heizung in Form von Paneelen oder Strahlern, die Wärme als Strahlung abgibt. Sie ist schnell nachgerüstet, verursacht aber je nach Strompreis höhere Betriebskosten als eine Wärmepumpe.
Mehr dazu: Wintergarten-Heizung
Isolierglas
Isolierglas ist ein Aufbau aus zwei oder drei Glasscheiben mit einem gasgefüllten Zwischenraum. Es dämmt deutlich besser als eine einzelne Scheibe und ist im beheizten Wohnwintergarten Standard.
Mehr dazu: Glasaufbau im Dach
K
Kaltwintergarten
Ein Kaltwintergarten ist ein unbeheizter, meist ungedämmter Wintergarten, der als Wetterschutz und zum Überwintern von Pflanzen dient. Im Winter wird er höchstens frostfrei gehalten.
Mehr dazu: Kaltwintergarten
Kamineffekt
Der Kamineffekt ist der natürliche Auftrieb warmer Luft, die nach oben steigt und durch Öffnungen am höchsten Punkt abzieht. Er funktioniert umso besser, je größer der Höhenunterschied zwischen Zuluft unten und Abluft oben ist.
Mehr dazu: Wintergarten-Lüftung
Kassette
Eine Kassette ist das Gehäuse, in das sich der Stoff einer Markise im eingefahrenen Zustand aufwickelt. Sie schützt Tuch und Mechanik vor Regen, Schmutz und Sonne.
Mehr dazu: Wintergarten-Markise
Kehle
Eine Kehle ist die nach innen gerichtete Linie, an der zwei Dachflächen aufeinandertreffen. In ihr sammelt sich Regenwasser von beiden Flächen, und Schnee kann sich dort häufen.
Mehr dazu: Wintergarten-Dachformen
Klimaglas
Klimaglas ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Sonnenschutzglas. Gemeint ist Glas mit einer Beschichtung, die einen Teil der Sonnenenergie zurückhält.
Mehr dazu: Wintergarten-Glas
Kondenswasser
Kondenswasser ist Wasser, das sich aus feuchter Luft an kalten Flächen niederschlägt, im Wintergarten vor allem an Scheiben und Profilen. Es entsteht, wenn die Oberfläche kälter ist als der Taupunkt der Raumluft.
Mehr dazu: Kondenswasser im Wintergarten
Konvektor
Ein Konvektor ist ein Heizkörper, der vor allem die vorbeiströmende Luft erwärmt. Vor einer Glasfront aufgestellt, verhindert er kalte Luftschleier und beschlagene Scheiben.
Mehr dazu: Wintergarten-Heizung
L
Lamellendach
Ein Lamellendach ist eine Überdachung mit drehbaren Aluminium-Lamellen, die sich öffnen oder schließen lassen. Geöffnet lassen sie Licht und Luft durch, geschlossen schützen sie vor Sonne und Regen.
Mehr dazu: Lamellendach
Laufschiene
Eine Laufschiene ist das Profil, in dem Schiebe- oder Faltelemente oben und unten geführt werden. Sie muss genau waagerecht sitzen und das Wasser ableiten können, sonst laufen die Elemente schwer.
Mehr dazu: Glasschiebewand
Luftwechsel
Der Luftwechsel gibt an, wie oft die Luft eines Raums pro Stunde vollständig ausgetauscht wird. Nach Planungswerten des Bundesverbands Wintergarten reicht mit guter Außenbeschattung etwa ein zehnfacher Luftwechsel, mit Innenbeschattung sind es rund zwanzig.
Mehr dazu: Wintergarten-Lüftung
Lüftungsklappe
Eine Lüftungsklappe ist eine Öffnung im Dach oder in der Wand, die sich von Hand oder per Motor öffnen lässt. Am höchsten Punkt des Dachs lässt sie die warme Luft abziehen.
Mehr dazu: Wintergarten-Lüftung
M
Massivanbau
Ein Massivanbau ist eine Erweiterung des Hauses mit gemauerten oder betonierten Wänden und einem geschlossenen Dach. Er bietet mehr Wandfläche und Dämmung als ein Wintergarten, aber weniger Licht.
Mehr dazu: Wintergarten oder Anbau
O
Öffnungsfaktor
Der Öffnungsfaktor beschreibt, wie offen ein Markisen- oder Screen-Gewebe gewebt ist. Ein höherer Öffnungsfaktor bedeutet mehr Durchsicht und Licht, ein niedrigerer mehr Sicht- und Blendschutz.
Mehr dazu: Senkrechtmarkise und ZIP-Screen
Orangerie
Eine Orangerie war ursprünglich ein Gebäude zum Überwintern von Zitrusbäumen, mit großen Fenstern nach Süden und massiven Wänden. Heute bezeichnet der Begriff oft einen repräsentativen Wintergarten mit gemauertem Sockel und Walm- oder Laternendach.
Mehr dazu: Wintergarten-Dachformen
P
Pergola
Eine Pergola ist ein offenes Gerüst aus Pfosten und Querbalken über einem Sitzplatz, ursprünglich zum Beranken mit Pflanzen. Anders als eine Terrassenüberdachung hat sie kein geschlossenes, wasserdichtes Dach.
Mehr dazu: Pergola oder Terrassenüberdachung
Pfosten-Riegel-Konstruktion
Eine Pfosten-Riegel-Konstruktion ist eine Fassade aus senkrechten Pfosten und waagerechten Riegeln, zwischen denen Glas oder Paneele sitzen. Viele Wintergärten sind so aufgebaut.
Mehr dazu: Wärmeschutz beim Wintergarten
Polycarbonat
Polycarbonat ist ein schlagfester Kunststoff, der als Stegplatte für einfache Terrassendächer verwendet wird. Er ist leichter und günstiger als Glas, aber weniger klar und hält meist nicht so lange.
Mehr dazu: Glas oder Polycarbonat
Pultdach
Ein Pultdach ist ein Dach mit einer einzigen geneigten Fläche. Beim Wintergarten fällt es von der Hauswand zum Garten ab und ist die häufigste Dachform beim Anbau.
Mehr dazu: Wintergarten-Dachformen
Punktfundament
Ein Punktfundament ist ein einzelner Betonblock unter einer Stütze, der deren Last in den Boden leitet. Es eignet sich für leichte Konstruktionen wie Terrassenüberdachungen und Sommergärten mit wenigen Stützen.
Mehr dazu: Wintergarten-Fundament
R
Raffstore
Ein Raffstore ist eine außenliegende Jalousie aus Aluminium-Lamellen, deren Winkel sich verstellen lässt. Er ist robust, lenkt das Licht fein und wird vor allem an senkrechten Glasflächen eingesetzt.
Mehr dazu: Wintergarten-Beschattung
S
Satteldach
Ein Satteldach hat zwei Dachflächen, die von einem First nach beiden Seiten abfallen. Beim Wintergarten schafft es viel Raumhöhe in der Mitte, braucht aber Entwässerung an zwei Seiten.
Mehr dazu: Wintergarten-Dachformen
Schneelastzone
Eine Schneelastzone ist ein Gebiet, für das in der Statik eine bestimmte Bodenschneelast angesetzt wird. Deutschland ist in die Zonen 1 bis 3 mit den Unterzonen 1a und 2a eingeteilt, dazu kommt die Geländehöhe.
Mehr dazu: Schneelast und Windlast
Senkrechtmarkise
Eine Senkrechtmarkise ist ein Stoffbehang, der senkrecht vor einer Glasfläche oder der offenen Seite einer Überdachung nach unten fährt. Sie schützt vor tief stehender Sonne, Blendung und Blicken.
Mehr dazu: Senkrechtmarkise und ZIP-Screen
Sommergarten
Ein Sommergarten ist ein unbeheizter, ungedämmter Glasraum, meist am Haus, der die Terrasse von Frühjahr bis Herbst wettergeschützt nutzbar macht. Er hat in der Regel einfaches Sicherheitsglas und oft Glasschiebeelemente an der Front.
Mehr dazu: Sommergarten
Sonnenschutzglas
Sonnenschutzglas ist Glas mit einer Beschichtung, die einen Teil der Sonnenenergie zurückhält und so einen niedrigeren g-Wert erreicht. Es mindert die Erwärmung, ersetzt bei voller Sonne aber keine Beschattung.
Mehr dazu: Wintergarten-Glas
Sparren
Sparren sind die geneigten Tragprofile eines Dachs, die von der Hauswand zur Front verlaufen. Zwischen ihnen liegen die Glasscheiben, und ihr Abstand legt die Statik fest.
Mehr dazu: Material für den Wintergarten
Statik
Die Statik ist die Berechnung, ob eine Konstruktion die auf sie wirkenden Lasten sicher trägt. Beim Wintergarten legt sie unter anderem Glasstärke, Profile, Sparrenabstand und Fundament für Schnee und Wind am Standort fest.
Mehr dazu: Schneelast und Windlast
Streifenfundament
Ein Streifenfundament ist ein durchgehender Betonstreifen unter den tragenden Außenwänden. Der Boden zwischen den Streifen wird separat aufgebaut.
Mehr dazu: Wintergarten-Fundament
T
Taupunkt
Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der feuchte Luft so weit abgekühlt ist, dass Wasser kondensiert. Liegt die Oberfläche einer Scheibe darunter, beschlägt sie.
Mehr dazu: Kondenswasser im Wintergarten
Terrassenüberdachung
Eine Terrassenüberdachung ist ein offenes Dach aus Stützen, Trägern und einer Eindeckung aus Glas oder Polycarbonat über der Terrasse. Mit verglasten Seiten wird daraus baulich ein Sommergarten.
Mehr dazu: Terrassenüberdachung
Thermische Trennung
Thermische Trennung bedeutet, dass Innen- und Außenschale eines Metallprofils durch eine Zone aus schlecht wärmeleitendem Kunststoff getrennt sind. So fließt weniger Wärme nach außen, und am Profil bildet sich weniger Kondenswasser.
Mehr dazu: Material für den Wintergarten
Traufe
Die Traufe ist die untere Kante eines Dachs, an der das Regenwasser in die Rinne läuft. Liegt ein Wintergarten unter der Traufe des Hausdachs, kann von dort Wasser, Laub und Schnee auf das Glasdach gelangen.
Mehr dazu: Dachneigung und Entwässerung
U
Ug-Wert
Der Ug-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient einer Verglasung in W/(m²K); das g steht für glazing. Zweifach-Isolierglas liegt etwa bei 1,1, Dreifachglas etwa bei 0,6 W/(m²K). Je niedriger der Wert, desto besser dämmt das Glas.
Mehr dazu: Glasaufbau im Dach
Unterdachmarkise
Eine Unterdachmarkise ist eine Markise, die innen unter dem Glasdach gespannt wird. Sie ist vor Wetter geschützt und leicht nachzurüsten, hilft aber vor allem gegen Blendung und weniger gegen Hitze.
Mehr dazu: Wintergarten-Markise
Unterflurkonvektor
Ein Unterflurkonvektor ist ein Heizkörper, der in einem Schacht im Boden vor der Glasfront sitzt und mit einem Gitter abgedeckt ist. Er hält die Scheiben warm, ohne die Sicht nach draußen zu verstellen.
Mehr dazu: Wintergarten-Heizung
Uw-Wert
Der Uw-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient eines ganzen Fensters oder einer Tür mit Glas und Rahmen; das w steht für window. Für beheizte Anbauten an Wohngebäuden gibt das Gebäudeenergiegesetz Höchstwerte vor, für Fenster zum Beispiel 1,3 W/(m²K).
Mehr dazu: Wärmeschutz beim Wintergarten
V
Verfahrensfrei
Verfahrensfrei heißt, dass ein Bauvorhaben ohne Baugenehmigung errichtet werden darf. Die Bauvorschriften, der Bebauungsplan und die Abstandsflächen müssen trotzdem eingehalten werden; welche Wintergärten verfahrensfrei sind, regelt jedes Land selbst.
Mehr dazu: Wintergarten-Baugenehmigung
Viktorianischer Wintergarten
Ein viktorianischer Wintergarten ist ein Wintergarten im Stil des englischen 19. Jahrhunderts mit Sprossen, Zierfirst und oft mehreckigem Grundriss. Er hat meist ein steiles Sattel- oder Walmdach.
Mehr dazu: Wintergarten-Ideen
VSG (Verbundsicherheitsglas)
VSG besteht aus mindestens zwei Glasscheiben mit einer reißfesten Folie dazwischen, an der Bruchstücke haften bleiben. Deshalb wird es im Dach eines Wintergartens eingesetzt; die genaue Stärke legt die Statik fest.
Mehr dazu: Wintergarten-Glas
W
Walmdach
Ein Walmdach hat neben den Hauptflächen auch an den Stirnseiten geneigte Dachflächen, die sich an Graten treffen. Beim Wintergarten ist es die aufwendigste der üblichen Dachformen.
Mehr dazu: Wintergarten-Dachformen
Wandanschluss
Der Wandanschluss ist die Verbindung zwischen Wintergarten und Hauswand. Er muss dicht sein, das Wasser sicher ableiten und Bewegungen zwischen beiden Bauteilen aufnehmen; hier entstehen viele typische Schäden.
Mehr dazu: Wandanschluss beim Wintergarten
Wärmebrücke
Eine Wärmebrücke ist eine Stelle in der Gebäudehülle, an der mehr Wärme nach außen fließt als in der Umgebung, etwa an ungedämmten Profilen oder Anschlüssen. An ihr bildet sich leicht Kondenswasser.
Mehr dazu: Wärmeschutz beim Wintergarten
Warmwintergarten
Warmwintergarten ist ein anderer Name für den Wohnwintergarten. Gemeint ist ein beheizter, gedämmter Wintergarten, der ganzjährig als Wohnraum genutzt wird.
Mehr dazu: Kaltwintergarten oder Warmwintergarten
Windschutz
Ein Windschutz ist eine feste oder mobile Wand, die eine Terrasse vor Wind schützt. Aus Glas lässt er die Aussicht frei und braucht eine Verankerung, die die Windkräfte sicher aufnimmt.
Mehr dazu: Windschutz aus Glas
Windwächter
Ein Windwächter ist ein Sensor, der die Windgeschwindigkeit misst und eine Markise automatisch einfährt, bevor der Wind zu stark wird. Bei außenliegenden Markisen ist er dringend zu empfehlen.
Mehr dazu: Wintergarten-Markise
Windwiderstandsklasse
Die Windwiderstandsklasse gibt an, wie viel Wind eine ausgefahrene Markise aushält. Außenliegende Markisen werden dafür nach DIN EN 13561 in Klassen eingeteilt.
Mehr dazu: Senkrechtmarkise und ZIP-Screen
Windzone
Eine Windzone ist ein Gebiet, für das in der Statik eine bestimmte Windlast angesetzt wird. Deutschland ist in die Windzonen 1 bis 4 eingeteilt; die höchste Zone betrifft vor allem Küstengebiete und Inseln.
Mehr dazu: Schneelast und Windlast
Wohnflächenverordnung (WoFlV)
Die Wohnflächenverordnung regelt, wie die Wohnfläche einer Wohnung berechnet wird. Raumteile mit mindestens zwei Metern lichter Höhe zählen voll, zwischen einem und zwei Metern zur Hälfte; unbeheizte Wintergärten zählen nach ihr ebenfalls zur Hälfte.
Mehr dazu: Wintergarten und Wohnfläche
Wohnwintergarten
Ein Wohnwintergarten ist ein beheizter, gedämmter Wintergarten mit Isolierglas und thermisch getrennten Profilen, der ganzjährig als Wohnraum genutzt wird. Er braucht praktisch immer einen Bauantrag und muss die Wärmeschutzanforderungen erfüllen.
Mehr dazu: Wohnwintergarten
Z
ZIP-Screen
Ein ZIP-Screen ist eine Senkrechtmarkise, deren Stoff an den Seiten ein Reißverschlussband hat, das in den Führungsschienen läuft. Der Stoff bleibt dadurch auch bei Wind gespannt und lässt kaum seitliche Lichtspalten.
Mehr dazu: Senkrechtmarkise und ZIP-Screen
Zuluft
Zuluft ist die frische Außenluft, die über Öffnungen im unteren Bereich in den Wintergarten strömt. Zusammen mit der Abluft am höchsten Punkt sorgt sie für eine natürliche Durchlüftung.
Mehr dazu: Wintergarten-Lüftung
Begriff nicht gefunden?
Viele Begriffe hängen vom konkreten System und Hersteller ab. Fragen Sie im Zweifel direkt beim Fachbetrieb nach, was im Angebot gemeint ist. Einen Überblick über den Weg zum eigenen Wintergarten gibt der Ratgeber Wintergarten planen, Betriebe aus Ihrer Region finden Sie im Verzeichnis oder über die Anfrage.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Kaltwintergarten und Warmwintergarten?
Ein Kaltwintergarten ist unbeheizt, meist einfach verglast und ohne Dämmung; er dient als Wetterschutz und zum Überwintern von Pflanzen. Ein Warmwintergarten, auch Wohnwintergarten genannt, ist beheizt, hat Isolierglas und gedämmte Profile und wird ganzjährig als Wohnraum genutzt. Er muss die Anforderungen an den Wärmeschutz erfüllen und braucht praktisch immer einen Bauantrag.
Was bedeuten ESG und VSG beim Wintergarten?
ESG steht für Einscheiben-Sicherheitsglas, das bei Bruch in kleine, stumpfe Krümel zerfällt und häufig in Wänden und Türen eingesetzt wird. VSG steht für Verbundsicherheitsglas aus mindestens zwei Scheiben mit einer Folie dazwischen, die Bruchstücke festhält. Deshalb wird im Dach VSG verwendet.
Was ist ein guter Ug-Wert für einen Wintergarten?
Je niedriger der Ug-Wert, desto weniger Wärme geht durch das Glas verloren. Zweifach-Isolierglas liegt etwa bei 1,1 W/(m²K), Dreifachglas etwa bei 0,6 W/(m²K). Für einen unbeheizten Kaltwintergarten spielt der Wert kaum eine Rolle, für einen beheizten Wohnwintergarten ist er wichtig.
Was ist ein Anlehnwintergarten?
Ein Anlehnwintergarten ist ein Wintergarten, der an ein bestehendes Gebäude angebaut wird und sich mit einer Seite an dessen Wand lehnt. Er ist die häufigste Bauform, weil die Hauswand eine Seite ersetzt. Meist hat er ein Pultdach, das von der Hauswand zum Garten abfällt.
Was bedeutet thermische Trennung bei Wintergartenprofilen?
Thermisch getrennte Profile haben im Inneren eine Zone aus schlecht wärmeleitendem Kunststoff, die die Innen- und Außenschale trennt. So fließt weniger Wärme nach außen, und an den Profilen bildet sich weniger Kondenswasser. Für einen beheizten Wohnwintergarten sind sie Standard, für einen Sommergarten nicht nötig.
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